Aktuelle Ausstellungen

28. Februar 2016 - 22. Januar 2017

 

b e t w e e n  |  Michael Danner - Sebastian Kuhn - Gert Riel

 

Drei Bildhauer stehen im Zentrum der neuen Ausstellung "b e t w e e n" im Museum Art.Plus. Michael Danner, Sebastian Kuhn und Gert Riel beschäftigen sich in ihren Skulpturen, Installationen und Raumgebilden mit dem Wechselspiel von Spannung, Schwerkraft und Gleichgewicht. Mit sehr unterschiedlichen Arbeitsmaterialien stellen sie spannende Beziehungsgefüge her und machen einen energiegeladenen Zustand des "Dazwischen", des Übergangs sicht- und erfahrbar.

 

Gert Riel, Ohne Titel, 2009, © Museum Art.Plus

 

Michael Danner, auf dem Tisch I, 2009, © VG-Bildkunst, 2015 & Museum Art.Plus

 

Sebastian Kuhn, under water love, 2012, © VG-Bildkunst, 2015 & Museum Art.Plus

 

 

Für Michael Danner (geb. 1951 / lebt und arbeitet in Ulm und Werfen) ist Gleichgewicht seit langer Zeit ein bestimmendes Thema. Er schafft komprimierte räumliche Objekte, bei denen er die eingesetzten Materialien und bildnerischen Mittel auf ein absolutes Minimum reduziert. Schwerkraft und Spannung verleihen ihnen ihre leicht veränderbaren Formen und lassen sie in einer empfindlichen Balance verharren. Dafür verspannt der Künstler beispielsweise Federstahlbänder mit Gewichten. Stetig und fast meditativ machen sie den Moment des Übergangs von einem in den anderen Zustand sichtbar.

 

Bei den Installationen und Skulpturen von Sebastian Kuhn (geb. 1977 / lebt und arbeitet in Nürnberg) sind Bewegung und körperliche Wahrnehmung wesentlich. Um sich die vielen Facetten und unterschiedlichen Ansichten der großformatigen Arbeiten und räumlichen Anordnungen zu erschließen, muss man sie um- teilweise auch durchschreiten. Kuhn ordnet Alltagsgegenstände neu an, nutzt sie um oder bricht sie auf, seien es Klaviere, Betten, Lampen oder Teppiche. Dabei geht es ihm vor allem um Transformationsprozesse und das Kreieren neuer Beziehungsgefüge von Objekten und Inhalten.

 

Gert Riel (geb. 1941 / lebt und arbeitet in Remshalden-Buoch) beschäftigt sich seit gut 40 Jahren mit den Wechselwirkungen von Fläche und Volumen. In seinen Metallarbeiten macht er die materialimmanenten, aber unsichtbar wirkenden Eigenschaften wie Festigkeit und Elastizität sicht-und spürbar. Dabei reduziert er permanent Form und Material. Seit 2008 wendet sich Riel verstärkt der Farbe zu und erweitert so seine plastische Sprache um das Malerische. Seine farbig lackierten Wandobjekte aus Aluminium werden zu Farbraumkörpern, die sich zwischen Materialität und Immaterialität bewegen.

 

 

 

       
Ausstellungskatalog:

b e t w e e n | Michael Danner - Sebastian Kuhn - Gert Riel

Museum Art.Plus, Donaueschingen / modo Verlag Freiburg, 2016

(Sprache: Deutsch / Englisch)

ISBN-Nr. 978-3-86833-186-8

Preis: EUR 33,00

 

 

 

Einblick in die Ausstellung "between":

 

 

 

ab 25. September 2016

 

Karolin Bräg - Museum wurde es immer schon genannt ... (im 2-RAUM des Museum Art.Plus)

 

Die Geschichte des Gebäudes des heutigen Museum Art.Plus ist wechselvoll. Mehrfach wandelten sich die Besitzverhältnisse und die Nutzung, verflochten mit den Begebenheiten seiner Zeit, wobei die Donaueschinger Bevölkerung es immer als ihr "Museum" bezeichnete.


Karolin Bräg (geb. 1961 / lebt und arbeitet in München) führte 2014 sehr persönliche und intensive Gespräche mit rund 50 Zeitzeugen verschiedener Generationen über die Geschichte des Hauses. Die Gespräche orientierten sich alle an den Fragen: "Was bedeutet mir das Museum?" und "Was hat sein Wandel mit mir zu tun?" Die Antworten waren so verschieden wie die Herkunft, der gesellschaftliche Status und das Alter der befragten Personen.

 

 

Zitat eines Zeitzeugen

 

Es ist viel, wenn man den Blickwinkel verändert, grauer Spiegel, Durchmesser: 150 cm © Museum Art.Plus & VG Bild-Kunst, Bonn 2016

 

Karolin Bräg im Gespräch mit einem Zeitzeugen

 

 

111 Zitate bilden nun die Essenz der jeweiligen Gedanken und Befindlichkeiten der Gesprächspartner und zeichnen so ein inneres Bild des Museums. In der im 2-RAUM präsentierten ortsbezogenen Textarbeit fügen sich die Zitate zu einem facettenreichen Mosaik. Die Vereinzelung und Fragmentierung ermöglicht dem Betrachter, das Gelesene mit seinen eigenen Gedanken und Vorstellungen zu verbinden. Dadurch vervollständigt sich das Bild.

 

 

Mit freundlicher Unterstützung von: Hoffmann Druck GmbH und Co. KG, Villingen-Schwenningen