Architektur

In nur 13 Monaten wurde das aus dem Jahr 1841 stammende klassizistische Gebäude komplett saniert und um einen eleganten Anbau erweitert. "Wir wollten so vorsichtig wie möglich mit der historischen Substanz umgehen", erklärt das Schweizer Architekten-Team Lukas Gäbele und Tanja Raufer. Aufwändig und umsichtig renoviert, erstrahlt das Haus in strenger Schlichtheit und überzeugt nicht nur durch die helle, freundliche Fassade, sondern vor allem durch zahlreiche durchdachte Details im Inneren.

 

Die architektonischen Veränderungen und Anpassungen spannen einen Bogen von damals bis heute:

  • Oberstes Ziel bei den Sanierungsarbeiten war, so viel wie möglich von der originalen Bausubstanz zu erhalten.
  • Das symmetrische Grundkonzept des Altbaus findet sich im Grundriss des Neubaus wieder.
  • Der Anbau erhielt monolithische Wände aus schwarzem Leichtbeton, die von den Eigenschaften (z.B. Wärmedämmung, geringe Klimaschwankungen) den Bruchsteinmauern im Altbau ähneln.
  • Die Außenwände des massiven Bruchsteinmauerwerks wurden mit Heizleitungen versehen. Aufgrund ihrer bauphysikalischen Eigenschaften wirken die Wände ähnlich wie ein Kachelofen und stellen somit ein sparsames und effizientes Heizkonzept dar, das ohne störende Heizkörper auskommt.
  • Zum Erhalt der historischen Deckenbalken wurde ein Holzbetonverbundsystem gewählt.
  • Viele der alten Fichten- und Tannenböden wurden sorgfältig restauriert. Die neuen Böden sind aus Lärchenholz. Im Anbau und im großen Ausstellungsraum im Erdgeschoss sind die Böden aus einer Mischung auf Zementbasis gegossen. Der aus Muschelkalkplatten bestehende Boden im Foyer konnte größtenteils erhalten werden und wurde um wenige neue Platten ergänzt.
  • Im Keller finden sich sowohl altes Mauerwerk, Terrazzo-Boden als auch modernste sanitäre Einrichtungen in neuer Betonarchitektur.
  • Fast das komplette Museum wird mit Leuchtstoffröhren beleuchtet. Als Lichtfarbe wird Tageslicht verwendet. Im Spiegelsaal und Foyer Obergeschoss hängen die alten Kronleuchter. Der Anbau zeichnet sich nachts durch ein dezent umlaufendes Lichtband aus. Auch die Außenanlage wird durch ein Lichtband, seitliche Lichtstelen sowie Betonleuchten erhellt.
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    Mehr zu den Architekten Gäbele & Raufer unter: www.gaebeleraufer.ch



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