Mo, 05.02.2018 | 20:15 Uhr

guckloch-Kino "Final Portrait" (in Kooperation mit dem Museum Art.Plus)

Regisseur Stanley Tucci überzeugt mit einem faszinierenden Spielfilm über den durchaus komödiantisch anmutenden Entstehungsprozess eines Kunstwerks mit einem großartigen Geoffrey Rush in der Rolle des Alberto Giacometti.

Während einer Parisreise im Jahr 1964 wird der junge Schriftsteller und Kunstliebhaber James Lord von seinem Freund gefragt, ob er ihm für ein Porträt Modell sitzen würde. Geschmeichelt und fasziniert sagt er zu, denn es handelt sich dabei um niemand geringeren als Alberto Giacometti. Lord hat keine Ahnung, worauf er sich da eingelassen hat. Schon bald erhält der junge Amerikaner Einblicke in den faszinierenden, intensiven, wunderschönen und stellenweise völlig chaotischen und irritierenden Schaffensprozess des weltbekannten Künstlers. Das Bild will nicht fertig werden und aus Tagen werden Wochen. Termine werden verschoben, weil der Meister gerade nicht in Stimmung ist oder lieber bei Rotwein im Bistro sitzt, als seiner Kunst nachzugehen. Weil er ganze Gesichtszüge wieder übermalt oder gar absolut an seinem Werk zweifelt. Oder erst einmal Konflikte zwischen Ehefrau und Geliebter gelöst werden müssen...

 


Der Film wurde in nur vier Wochen in den Twickenham Studios und an diversen Schauplätzen in und rund um London gedreht - die Kulissen sollten glaubhaft ein Bild von Paris im Jahre 1964 vermitteln. Entscheidend war Giacomettis Atelier, wo sich ein Großteil der Handlung abspielt. Dafür errichtete Szenenbildner James Merifield ein Set in einer Bühnenhalle in Twickenham, anstatt ein richtiges Atelier zu nehmen und nach den Bedürfnissen der Produktion umzugestalten. Gail Egan meint: „Die Arbeit in einem Studio gewährleistete, dass der Kameramann Danny Cohen und sein Oberbeleuchter Paul McGeachan die Beleuchtung hundertprozentig nach ihren eigenen Vorstellungen einstellen konnten. Auf diese Weise konnten wir zu jeder Tageszeit drehen. Auf Knopfdruck konnten wir wolkiges Wetter haben, Sonnenschein, Regen, es konnte morgens sein oder abends oder kurz darauf wieder morgens. Das war genial."

„Reizvolles Setting, interessante Figurenkonstellation, genaue Einblicke in die Arbeitsweise - wenige Künstlerporträts können so aus den Vollen schöpfen, wie es Stanley Tucci für »Final Portrait« konnte. Umso bemerkenswerter ist es, dass er aus alldem kein erdenschweres Drama über ein Genie und seine Dämonen geschaffen hat, sondern eine leichtfüßige Komödie, die sich herrlich unbefangen gegenüber dem Jahrhundertkünstler zeigt." (spiegel.de)

 

Spielfilmlänge: 90 Min. | FSK: ab 0 | OmU (englische Originalfassung mit dt. Untertiteln)


Quellen: www.prokino.de, www.spiegel.de

Zusammengestellt von Henry Probst

 

Veranstaltungsort:

CineBaar Kino Donaueschingen
Friedhofstraße
Altes Kasernenkino
Gebäude 008
78166 Donaueschingen

 

Eintritt: 5,00 Euro, ermäßigt: 3,50 Euro, Jahreskarteninhaber des Museum Art.Plus: 4,00 Euro

 

 

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