Mi, 13.10.2010

"Flower Power" vor Donauhalle

Ein hellblauer VW-Käfer der besonderen Art steht seit gestern vor der frisch eröffneten Donauhalle in Donaueschingen. "Flower Power" heißt die hintersinnige Skulptur des Künstlers Stefan Rohrer. Dieses freundliche, zugleich aber explosive Gefährt hat in den letzten Monaten schon auf der Landesgartenschau in Villingen-Schwenningen als künstlerischer Publikumsliebling viel Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Die Kunstsammlerin Margit Biedermann hat das Werk erworben und der Stadt Donaueschingen als Leihgabe zur Verfügung gestellt und damit die Kunst im öffentlichen Raum um ein weiteres Objekt bereichert. Seit Eröffnung des Museum Biedermann in Donaueschingen vor einem Jahr umgrenzt in unmittelbarer Nähe des Bahnhofs eine Lichtskulptur von Chris Nägele den Irmabrunnen und das Stein- und das Baumportrait aus Stahlrohren des koreanischen Künstlers Jinmo Kang gleich neben dem Museum markieren die Grenze zum benachbarten Schlosspark.


 

 

Seit Mittwoch ergänzt nun der große Käfer, dessen Seitenteile zu Blumenkelchen aus der Karosserie wachsen, diese beiden Kunstwerke. Wie man an "Flower Power", aber auch an der derzeit im Museum Biedermann präsentierten Arbeit "Rollercoaster" erkennen kann, rührt Stefan Rohrers künstlerische Auseinandersetzung von seiner Faszination für Autos und Motorräder. Seine lang gestreckten, gebogenen und zum Teil verschlungenen Gefährte bewegen sich zwischen Geschwindigkeitsrausch und Katastrophe und machen die Ambivalenz zwischen Realität und Fiktion, Schönheit und Zerstörung anschaulich.


Mit der Aufstellung von "Flower Power" wird die derzeitige Ausstellung "Metall:Werke" im Museum Biedermann vervollständigt. "Wir schließen damit", erklärte Museumsleiterin Simone Jung gestern während der Einweihung "beinah schon an "eine Tradition" des Museums an, immer wieder die eigenen Mauern zu verlassen und im städtischen Raum Donaueschingens Kunst zu präsentieren, die die Bewohner und Besucher der Stadt dazu einlädt, sich mit den inhaltlichen und ästhetischen Angeboten zeitgenössischer Kunst auseinander zu setzten."

 

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