Aktuelle Ausstellungen

17. Februar 2019 - 11. April 2021

 

VOLLGAS - FULL SPEED

 

Das Museum Art.Plus nähert sich in seiner großen Jahresausstellung den Themen Auto und Geschwindigkeit. Wohl kaum ein weiterer technischer Gegenstand wurde und wird in vergleichbarer Weise mythologisiert. Die künstlerische Auseinandersetzung mit ihm ist beinahe so alt, wie das Automobil selbst. Das Auto polarisiert, ist politischer und gesellschaftlicher Zündstoff und gerade deshalb auch aus der Themenwelt der zeitgenössischen Kunst nicht wegzudenken. Doch darüber hinaus ist es noch immer Symbol für Freiheit, Mobilität und Abenteuer, Traumobjekt und Fetisch.

 

Dario Escobar, Turbulence IV, 2008, © Museum Art.Plus

 

Stefan Rohrer, Helios, 2013, © Museum Art.Plus

 

Fabio Viale Infinito, 2010 © Museum Art.Plus

 

 

Das Museum Art.Plus zeigt Werke internationaler Künstler, die das Auto und die Geschwindigkeit in den Fokus rücken und ergänzt sie durch legendäre Sportwagen, die das Herz des Autoliebhabers höher schlagen lassen.

 

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Teilnehmende Künstler: Axel Bleyer, Dario Escobar (GT/ MX), Rainer Fetting, Jáchym Fleig, Friedemann Flöther, Ileana Florescu (IT), Alastair Gibson (ZA / GB), Patrick Gutenberg (CH), Robert Häusser, Tim Hölscher, Sebastian Kuhn, Jürgen Knubben, Gerhard Langenfeld, Chris Nägele, Rob Pruitt (US), Stefan Rohrer, Fabio Viale (IT), Markus Willeke, Thierry Ysebaert (BE) u.a.

 

 

>> zur Fotogalerie der Ausstellungseröffnung "VOLLGAS - FULL SPEED"

 

 

Einblick in die Ausstellung "VOLLGAS - FULL SPEED":

 

 

 

16. Oktober - 15. November 2020

 

Jan Jelinek: Hyperion (im 2-RAUM des Museum Art.Plus)

 

(4-Kanal Komposition & Video-Installation), 2020

 


Jan Jelineks Filminstallation Hyperion blickt auf Pikionis' Pfadpflasterung, die sich eklektisch aus Versatzstücken antiker Bauten und klassizistischer Wohnhäuser, modernem Beton und vor Ort gefundenem Naturstein zusammensetzt. Die Filme werden von der Komposition gesteuert.

 

 

 

 

 

 

Komposition Hyperion
Kann man Friedrich Hölderlins Hyperion rein algorithmisch interpretieren? Die Komposition Hyperion nähert sich dem gleichnamigen Roman mittels Computerlinguistik, indem sie Hölderlins Text auf Wortwiederholungen mit jeweiligen Kontextwörtern analysiert. Die einzige in sich abgeschlossene unter den mehrmals vorkommenden Wortfolgen ist Eines zu sein mit Allem. Die Komposition konzentriert sich auf dieses Wortpentagramm, interpretiert es als inhaltliches Destillat des Romans und lässt es von einem Online-Sprachprogramm (Natural Readers, Stimme: Berta) einsprechen. Durch Manipulation und extreme Verzögerung der Abspielgeschwindigkeit (Time-Stretch-Algorithmen) verdichten sich die Wortwiederholungen ALLEM, EINS und SEIN zu monumentalen Verhallungsartefakten.

 

Installation Hyperion
Der Architekt Dimitris Pikionis entwarf von 1954-1958 ein System aus natürlichen Pfaden für die Akropolis und den angrenzenden Philopappos-Hügel. Hölderlins Roman und Pikionis' sensible, während des Baus entwickelte Landschaftsgestaltung eint die Sehnsucht nach einem imaginären Griechentum. Beide glauben im antiken Athen einen Naturzustand zu finden, der den Mensch als Subjekt nicht von der Natur als Objekt trennte. Als Rationalismuskritiker suchen sowohl Pikionis als auch Hölderlin nach dieser Einheitserfahrung: Wir sind zerfallen mit der Natur, und was einst, wie man glauben kann, Eins war, widerstreitet sich jetzt ... Jenen ewigen Widerstreit zwischen unserem Selbst und der Welt zu endigen, den Frieden alles Friedens, der höher ist, denn alle Vernunft, den wiederzubringen, uns mit der Natur zu vereinigen zu Einem unendlichen Ganzen, das ist das Ziel all unseres Strebens (F. Hölderlin) ... was die Natur, scheint mir, uns lehren möchte: Daß nichts für sich allein existiert, sondern daß alles Teil einer übergeordneten Harmonie ist. (D. Pikionis)

 

(Technische Assistenz: Karl Kliem)

 

 

Portrait: Jan Jelinek © Frank Schemmann

 

Jan Jelinek/ Biographie:

Jelineks Arbeiten befassen sich mit der Übersetzung von populären Musikquellen in abstrakte Texturen. Dabei kommen keine traditionellen Musikinstrumente zum Einsatz - vielmehr werden Collagen aus winzigen Klangpartikeln konstruiert.

 

 

Eine Installation im Rahmen von Hölderlin 20/21

 

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