Künstlerportrait Pizzi Cannella

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    Pizzi Cannella arbeitet mit Zeichen, Symbolen und Erinnerungsräumen. Seine Malerei entsteht aus einer ruhigen, fast meditativen Bildsprache, in der Alltagsmotive, Körperfragmente und kulturelle Zeichen zu offen lesbaren, doch zugleich rätselhaften Kompositionen verschmelzen, wie etwa Kleider, Kronleuchter oder Vasen, die in dieser Ausstellung wiederkehren.

    Bei dem Werk Rosso Pozzuoli fällt zuerst das kräftige Rot des Kleids auf, es leuchtet aus einem fast schwarzen Hintergrund heraus, wie ein Signal aus der Dunkelheit. Es gibt keinen Körper, keinen Stuhl, keine Umgebung, nur das Kleid, das im Bild schwebt. Das Werk wirkt wie eine Erinnerung, die plötzlich sichtbar wird: etwas Lebendiges, aber zugleich etwas Abwesendes. Das Rot steht für Intensität, für Präsenz – und der dunkle Grund für das, was nicht mehr zu sehen ist, dafür aber im Gedächtnis bleibt. Pizzi Cannella zeigt hier nicht einfach ein Kleidungsstück, sondern ein Kleid als Spur einer Person, die unsichtbar bleibt und nur zu erahnen ist.

    Im Raum 2 folgen die Bilder aus der Serie Salon de musique, in denen große Kronleuchter vor dunklen Flächen schweben und den Raum zwischen Eleganz, Abwesenheit und Erinnerung eindringlich aufladen. Im Obergeschoss, im Raum 5, befinden sich schließlich Pizzi Cannellas Bilder mit Vasen. Auch hier wirken die Werke wie Spuren von Geschichten, die nicht vollständig erzählt werden, sondern im Raum zwischen Sichtbarem und Erinnerbarem weiterleben.

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